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Michael Wendler zum neunten Mal in Oberhausen – Mission erfüllt!

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Bereits zum neunten Mal fand am 28. September 2013 das jährliche Heimspiel-Konzert von Michael Wendler in der König-Pilsener-Arena Oberhausen statt. Damit hält der selbsternannte „König des Popschlagers“ seine Sonderstellung innerhalb dieser Musikgattung weiterhin aufrecht.

Ausverkauft war die Arena aber trotzdem noch lange nicht, auch wenn sich das Publikum aus Besuchern aus ganz Deutschland zusammensetzte. Dabei gab’s doch in den Wochen vorher bereits auch viele Konzerte in anderen Bundesländern, aber das pure Wendler-Gefühl erlebt man dann eben wohl doch nur im Pott.

Inzwischen zur Tradition geworden ist nicht nur, dass Schlagerkollege Frank Neuenfels als singender Gastgeber durch die Show führt, sondern auch das Einladen von Nachwuchstalenten, um ihnen noch vor dem eigentlichen Wendler-Happening eine Plattform vor großem Publikum zu geben. Diesmal durften Chris Prinz (bekannt aus „Berlin – Tag & Nacht“, RTL II) und der von Uwe Hübner geförderte Michael Fischer diese Chance nutzen.

Beide Künstler überzeugten mit einem frischen, modernen Sound, der sich eindeutig mehr an den aktuellen Popcharts als an klassischem Schlager orientiert. Vor allem Michael Fischer hat mit seinem im Mai erschienenen Album „Süchtig“ eine dermaßen starke Platte veröffentlicht, dass der nur zwei Songs andauernde Auftritt viel zu kurz erschien. Immerhin gab es mit „Durch die Nacht“ und dem Titelsong der CD zwei echte Highlights daraus zu hören.

Michael Wendler und Anika: Photo-Credit by Tobias Brockly

Nach knapp 40 Minuten „Vorprogramm“ ging’s dann schließlich los: Frank Neuenfels, der vorher bereits mit „Verliebt in eine Tänzerin“ den Abend eröffnete, gab den Startschuss für Wendler-Block Nummer eins. Und die Popschlager-Hoheit ging auch gleich in die Vollen: sein 2008er Hit „Nina“ war gleich der erste von seinem mit insgesamt 28 Songs recht üppig bestückten Programm an diesem Abend. Erstaunlich mager und ganz ungewohnt im T-Shirt statt einem halb offenem Hemd gekleidet lotete er sofort die volle Distanz der Bühne inklusive Laufsteg aus. Mit „Du reißt mir meine Federn aus“ oder dem Single-Hit „Was wäre wenn“ folgten Songs seines letztjährigen Albums „Spektakulär“.

Aber auch echte Wendler-Klassiker wie „180 Grad“ und „Wenn alle Stricke reißen“ bekamen einen überraschend frühen Platz in der Setliste. In einer kurzen Pause für den Protagonisten übernahm der Duisburger Sänger Nic für drei Songs die Bühne. Nic war damals einer der ersten Interpreten, der „Ein Stern, der deinen Namen trägt“ aufgenommen hatte, aber der große Erfolg ging letztendlich doch auf’s Konto von DJ Ötzi. Neben dem „Stern“ stellte er noch seine neue Single „Verdammt“ vor und versuchte sich am Matthias Reim-Hit „Sowieso für dich das Letzte“.

Die zweite Konzerthälfte bestand schwerpunktmäßig aus Songs des aktuellen zweisprachigen Duett-Albums „Come Back“, das gemeinsam mit der Sängerin Anika Zietlow entstanden ist. Wendler, der insgesamt eher wortkarg blieb und wenn überhaupt nur mit kurzen Ansagen und Kommentaren von Song zu Song überleitete, wird selbst gemerkt haben, dass die halb-englischen Songs zwar auf CD gut funktionieren, aber nicht gerade die größte Live-Faszination ausüben. Daran konnten auch die hippen männlichen Tänzer mit ihrer durchgestylten Choreographie nicht viel ändern. Die Ballade „Tears from Indian Girl“ war deshalb als romantischer Einschub zwar gut gemeint, wirkte aber trotz großem Gold-Konfettiregen beim feierwütigen Samstag-Abend-Publikum eher wie ein Stimmungskiller. Mit der Premiere seiner neuen Single „Unser Zelt auf Westerland“ zeigte er dann allerdings, dass zukünftig wohl wieder mit dem typischen Wendler-Sound zu rechnen ist.

Michael Fischer und Chris Prinz: Photo-Credit by Tobias Brockly

Den Zugabenblock und dritten Teil der Show eröffnete Michael mit „Nie mehr“ und „Freitag Nacht“, zwei seiner stärksten und beliebtesten Nummern der neueren Zeit. Zur Unterstützung und Vorstellung seines Angriffs auf den amerikanischen Musikmarkt kam erneut Sängerin Anika auf die Bühne. Gemeinsam gaben sie „She loves the DJ“ zum Besten, die neu aufgenommene englische Version des bekannten Wendler-Hits, mit dem damals alles anfing.

Auch Frank Neuenfels kam noch einmal zurück um gemeinsam mit Michael die „Königin der Nacht“ zu singen, einer der schnellsten Songs im gesamten Wendler-Repertoire. Ob die Entscheidung beim großen Finale mit allen Beteiligten noch gleich zweimal die neue Single „Unser Zelt auf Westerland“ zu spielen der passende Abschluss war, bleibt fraglich. Allerdings: die ganze Arena sang plötzlich einen Song mit, den vorher noch keiner kannte. Also anscheinend doch alles richtig gemacht – Text sitzt, Mission erfüllt. Und auch beim Verlassen der Halle auf dem Weg zum Parkplatz hörte man immer noch vereinzelte „Westerland“-Gesänge …

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