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Neon: Debüt-CD „Universum“ erscheint am 26.02.2016

Anlässlich der CD-Release-Party am 28.02.2016 in Bochum traf sich Stephan Imming mit den Neon-Jungs zum Interview.

Neon & Stephan Imming (Bildrechte, Stephan Imming)

Wie beurteilt Ihr den Verlauf Eurer Karriere im letzten halben Jahr im Vergleich zu dem, was vorher war?

Wir sind stolz und glücklich, viele große und kleinere Auftritte an unterschiedlichsten Orten absolviert zu haben. Wir stellen fest, dass die Anzahl der Fans deutlich steigt, wir zunehmend bei Veranstaltungen erkannt werden und vor allem unsere Musik durchweg von den Leuten überaus positiv angenommen wird.

Gibt es einen Auftritt, der Euch in besonders toller Erinnerung war?

Besonders bewegend war ein Benefiz-Gig zu Gunsten von Free Kids e.V. Gelsenkirchen – es hat in Strömen geregnet, und es waren nur sehr wenige Zuschauer vor Ort. Einige haben in einem Planwagen vor der Bühne Schutz gefunden. Als wir zu singen begannen, strömten trotz des Regens die Leute zu uns und fingen an zu feiern. Wir sind natürlich auch zu den Leuten in den Planwagen gegangen und haben dort mit ihnen zusammen gesungen und gefeiert. Auch wenn es nur ein „kleiner“ Auftritt war, hat es uns bewegt, wie die Leute trotz aller Widrigkeiten Spaß mit uns und an unserer Musik hatten.

Wer gehört eigentlich alles zum Neon-Team?

Neben uns, den Sängern Tom und Andi Neon, ist hier zunächst unser Manager Marcel Pieofke zu nennen. Man kann sagen, dass es mit Marcel in unserer Karriere stetig bergauf ging. Das, was wir uns immer gewünscht haben, regelmäßige Auftritte und eine kontinuierliche Aufbauarbeit, ist mit ihm in Erfüllung gegangen. Wir sind sicher, mit ihm unseren Weg noch weiter zu gehen.

Von großer Wichtigkeit ist die „gute Seele“ von Neon, Sarah Gathmann. Sarah entwickelt tolle Grafiken für uns, fährt uns teilweise zu unseren Auftritten und ist wirklich als „Mädchen für alles“ enorm wichtig für das Neon-Projekt – insbesondere wenn kurzfristige kleine Probleme anstehen wie ein abgerissener Knopf, den sie uns spontan annäht oder es darum geht, Plakate an den Mann zu bringen – Sarah ist eine echte „Kümmerin“.

Darüber hinaus gibt es sehr viele Freunde, die uns helfen, indem sie z.B. schöne Fotos machen oder uns bei Facebook weiterempfehlen. Ohne diese Helfer wären wir nicht da, wo wir inzwischen angekommen sind.

Auf Eurer Facebook-Seite postet Ihr seid einiger Zeit ein „Tour-Tagebuch“ mit den Erlebnissen rund um Eure Auftritte. Wie seid Ihr auf die Idee dazu gekommen? Wer filmt das? Wird es gut von den Fans angenommen?

Da wir gerade in den letzten Monaten unheimlich viel erleben und sehr viele Eindrücke sammeln durften, hatten wir den Wunsch, auch das mit unseren Freunden und Fans zu teilen. Mit einer speziellen Kamera filmen wir uns selber – zum Beispiel kurz vor dem Auftritt oder auch bei „Absackern“, bei Begegnungen mit Fans etc. Wir hatten früher schon mal so eine Idee, aber nichts zum Erzählen. Marcel hatte dann die Idee zum richtigen Zeitpunkt neu ins Spiel gebracht. Die Tour-Tagebücher werden sehr gut angenommen. Inzwischen sind wir selber erfreut, diese Erinnerungen konserviert zu haben, um die schönen Momente auch nachträglich noch mal Revue passieren lassen zu können.

Gibt es Fans, die Ihr schon bei Auftritten erkennt, die Euch quasi hinterherreisen?

Auch das ist etwas, das uns glücklich macht – mit zunehmender Zeit finden wir immer öfter bekannte Gesichter im Publikum. In der Tat gibt es offensichtlich inzwischen Menschen, die gezielt zu unseren Auftritten kommen und dabei auch Wege auf sich nehmen, worüber wir uns sehr freuen. Es ist auch unheimlich schön, wenn wir z.B. beim Event von Jörg Bausch von recht vielen Leuten inzwischen erkannt werden.

Ist es nicht stressig, den Alltagsjob und den Stress als Musiker miteinander in Einklang zu bringen?

Die Aktivitäten rund um Neon verschlingen in der Tat sehr viel Zeit – im Prinzip ist allein das ein Vollzeitjob. Wir haben aber so wahnsinnig viel Freude an dem Projekt, dass wir es als großes Hobby ansehen. Man muss aber auch ehrlich sein – wir können das nur deshalb stemmen, weil wir beide keine Lebensgefährtin haben und „solo“ sind, da wir für weiteres Privatleben schlicht keine Zeit mehr haben. Wir haben uns dafür aber bewusst entschieden, weil wir momentan unseren Traum leben – das „Neon“-Projekt wollen wir mit all unserer Kraft vorantreiben.

Andi, Du hattest im Dezember einen Stand beim Bochumer Weihnachtsmarkt. Trotz teils „frühlingshafter“ Temperaturen haben Dich recht viele Fans besucht. Würdest Du das noch mal machen? Ist der Neon-Glühwein gut angekommen?

Ich bin bereits seit einigen Jahren mit einem Glühweinstand in Bochum aktiv. Im vergangenen Jahr war es richtig schön zu sehen, wie viele Fans und Freunde mich dort besucht haben. Auch das ist für Tom und mich ein Indikator, dass unsere intensive Arbeit sich langsam, aber stetig auszahlt und die Zahl der Freunde unserer Musik kontinuierlich steigert.

Anlässlich der Veröffentlichung Eurer Debüt-CD „Universum“ findet in der Bochumer Discothek Matrix eine große Release-Party statt. Wie seid Ihr auf diese ungewöhnliche Location gekommen – dort ist sonst eher ein Treffpunkt z.B. der Gothic-Szene?

Es war für uns klar, dass wir eine Location finden wollten, die typisch für Neon ist – wir wollen für eine recht große Bandbreite an Musik stehen – ohne Berührungsängste. Neben unseren typischen Disco-Schlagern sollen auch Balladen nicht zu kurz kommen.

Die Bochumer Matrix steht nun wirklich nicht gerade für Schlager – ist aber eine sehr gut geeignete Lokalität für eine CD-Veröffentlichung – bis zu 400 Leute können dort einerseits sich gut unterhalten, andrerseits steht dort eine exzellente Technik, um schöne Auftritte zu absolvieren.

Ist das Event schon ausverkauft, oder können Fans noch hoffen, Tickets kaufen zu können? Was wird geboten? Werden die anwesenden Künstler (z.B. Willi Herren) auch selber performen?

Da die Aufnahmekapazität von Seiten des Matrix leicht erhöht werden konnten, sind noch Restkarten verfügbar unter neonmusik.de

Die anwesenden Künstler werden alle live auftreten – auch bei unseren musikalischen Gästen setzen wir bewusst auf Abwechslung, so dass vom seriösen Discoschlager bis hin zur fröhlichen Mallorca-Mucke alles geboten wird. Wir sind stolz, mit dem Bochumer Urgestein Frank Papke einen sehr populären Moderator gewinnen zu können.

Eure Debut-CD heißt „Universum“ – wie kam es zu diesem Titel?

Wir wollen damit insbesondere zum Ausdruck bringen, dass wir uns nicht auf eine bestimmte Schiene wie Pop-Schlager, Ballade oder gar Ballermann-Musik festlegen lassen wollen – wir stehen für unser „Neonuniversum“, so hieß übrigens unsere erste Homepage auch.

„Am Ende bleiben Tränen“ – gab es dazu Resonanz von Klaus Densow oder dessen Fans?

Von den Original-Interpreten und Autoren (Roland Kaiser hat das Stück ja auch aufgenommen) haben wir nichts gehört. Aus dem Publikum haben wir aber viele positive Stimmen vernommen, die uns diese Ballade so gar nicht zugetraut hätten. Das Stück gefiel uns immer gut – auch wenn es teilweise sehr nachdenklich, fast traurig ist – aber das Leben ist ja auch nicht immer nur fröhlich – und so wollten wir auch diesen Farbtupfer unserer Musik aufzeigen.

A propos Farbtupfer – die optische Gestaltung Eurer CD ist ungewöhnlich. Sind Eure Portraitfotos mit dem Computer animiert?

Nein, das sind „echte“ Fotos – wir wurden so geschminkt und dann entsprechend fotografiert. Auch mit unserem Cover wollten wir einfach individuell den Neon-Style verkörpern – wir denken, dass die ungewöhnlichen Portrait-Fotos so eher selten auf Schlager-Alben zu finden sind.

Uns war auch sehr wichtig, den Fans ein schönes Booklet mit vielen Fotos und allen Texten abzuliefern. Wir finden, wer eine physische CD kauft, der soll auch wirklich etwas „in der Hand“ haben. Die Texte, die wir (von der Densow-Nummer abgesehen) alle selber geschrieben haben, sind wesentlicher Bestandteil unserer Musik, sie sind uns sehr wichtig. Wenn wir z. B. „Carpe Diem“ singen, meinen wir das auch so – wir wollen jeden Moment und jeden Tag nutzen und für ihn dankbar sein.

Habt Ihr ein Lieblingsstück auf der CD?

Tom findet jedes Lied auf seine Art sehr schön, was zwar auch für Andi gilt – der hat aber doch ein ganz besonderes Lieblingslied, weil es sehr persönlich ist. „Kopf hoch“ ist eine Nummer, die in der Tat berührend ist, insbesondere, wenn man dazu die im Booklet enthaltenen persönlichen Worte Andis dazu liest. Das Lied, in dem es darum geht, dass auch nach schlimmen partnerschaftlichen Enttäuschungen das Leben weitergeht, hat Gänsehaut-Faktor.

Wie habt Ihr es geschafft, auf diversen CD-Samplern neben anderen Schlager-Kollegen vertreten zu sein? So konnte man quasi im Discounter Neon-Musik kaufen – sicher nicht schlecht für die Popularität?

Das ist eindeutig der Verdienst unserer Plattenfirma – namentlich müssen wir hier ausdrücklich unseren Partnern Georg Fischer (Luc Flo) und Erich Öxler (HitMix) danken. Auch das ist ein Mosaikstein der Arbeit der letzten Monate, dass wir mit sehr bekannten Künstlern auf Schlagersamplern zu finden sind – das macht uns ehrlich stolz.

Wie seht Ihr Eure Chancen in den Medien? Schlager wurden vom WDR 4 so gut wie ausgebootet, daher kein Schlager im Radio, im TV immer die gleichen Gesichter – angeblich ist kein qualitativ guter Nachwuchs da. Wie seht Ihr das?

Unsere Philosophie ist es, Qualität abzuliefern – letztlich setzt sich (so hoffen wir zumindest) gute Musik immer irgendwie durch. Sicher haben wir nicht die Verbindungen, die andere Schlager-Duos oder –sänger haben – um so mehr wollen wir daran arbeiten, trotzdem die zuständigen Redakteure von unserer Musik zu überzeugen.

Es ist sehr traurig, dass der hiesige Sender WDR inzwischen keinen einzigen Schlagersender mehr hat, aber von uns nicht zu ändern – man kann nur hoffen, dass die Zuhörer sich entsprechend andere Angebote suchen. Aktuell freuen wir uns über das Interesse von privaten und Internet-Radiosendern, die dankenswerterweise das große Loch, das WDR 4 hinterlassen hat, im Rahmen ihrer Möglichkeiten wieder auffangen. Wir werden in den nächsten Tagen einige dieser privaten Sender besuchen, wobei es natürlich toll wäre, wenn sich auch der eine oder andere öffentlich-rechtliche Sender für uns und unsere Musik interessieren würde.

Habt Ihr noch Kontakte zu Euren alten Kumpels im Chor, wo Ihr gesungen habt – also nach Herne?

In diesen Gruppierungen („Invitation“-Chor und Gruppe „Voiceboyz“) haben sich in den letzten über 14 Jahren Freundschaften entwickelt, die wir gerne weiter pflegen. Nach wie vor fahren wir dort zu den Proben, die auch für unser Neon-Projekt hilfreich sind, weil es den „sauberen Gesang“ schult. Das ist aber auch die einzige Aktivität, die wir neben „Neon“ am Laufen haben – mehr geht zeitlich einfach nicht.

Wie kam es zu der Idee, im November 2017 in Essen ein großes Konzert zu geben? Werden dort auch Gastmusiker präsent sein?

Uns wurde dieser Veranstaltungsort von vielen Musikerkollegen als äußerst empfehlenswert empfohlen. Da wir Herausforderungen lieben (es passen über 1.000 Menschen in die Halle), wollen wir das Projekt angehen. Der Termin ist ja noch weit über 1,5 Jahre hin – wir sind überzeugt, bis dahin genügend Menschen von unserer Musik begeistert zu haben. Wie der Ablauf konkret wird, können wir aktuell noch nicht sagen, weil die Vereinbarung zu diesem Megakonzert erst kürzlich getroffen wurde.

Wo geht die Neon-Reise hin? Weiterhin eher fröhliche Lieder mit eingestreuten nachdenklichen Songs und Musical-Melodien?

Aktuell sind wir einfach nur glücklich mit der Situation wie sie ist – wir können genau die Musik machen, die wir wollen und wollen das erst mal so beibehalten. Hier und da wird vielleicht das eine oder andere Cover dazu kommen und natürlich neue eigene Stücke. Es kommt auch auf den Auftrittsort an. So konnten wir ja in den Niederlanden die Leute mit einigen holländischen Nummern begeistern – auch das wollen wir so beibehalten.

Vielen Dank für das sehr nette Gespräch und weiterhin viel Glück und Erfolg – insbesondere für Eure CD und die Release-Party!

Vielen Dank und ganz viele Grüße an die Hit-Oase.de-Leserinnen und Leser!