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Laith Al-Deen & Band im Alten Schlachthof Dresden

Laith Al-Deen liefert soliden Auftritt zwischen Soul und Pop.

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Laith Al-Deen live im Schlachthof Dresden Laith Al-Deen live im Schlachthof Dresden - Bildrechte: Andreas Weihs

Laith Al-Deen machte sich nichts aus der großen Show. Beim Tourstopp seiner „Bleib unterwegs“-Tour im Alten Schlachthof in Dresden stellte der Sänger technisch zwar einiges auf die Bühne, doch optisch blieb alles irgendwie „mystisch“, viel Nebel und Gegenlicht beherrschte die Szenerie und ließ die Musiker im Halbdunkel agieren. Der 44-jährige Al-Deen hielt sich beim Singen geschickt aus dem Lichtkegel heraus, nur in kurzen Momenten streifte ihn die Helligkeit.

Doch bevor der Mannheimer die Dresdner Bühne enterte, sang sich der Schweizer Damian Lynn durch sein kurzes Programm aus Liedern seines Debütalbums „Count To Ten“ und dem Otis Redding-Cover „Sittin‘ On The Dock Of The Bay“. Super Einstimmung auf das, was in den folgenden Konzertstunden noch kommen sollte.

Laith Al-Deen sang sich schon auf seinem Weg zur Bühne warm, kam durch das Halbdunkel, und hier brandete bereits der erste Beifall im Saal auf. Bei „Alles an Dir“ war er noch auf sich allein gestellt, dann kamen seine Musiker dazu. Die, das darf man an dieser Stelle schon einmal sagen, ihren Frontmann genial zur Seite standen. Der konnte sich hundertprozentig auf sie verlassen, dirigierte sie fast unmerklich durch das Programm, entlang der leichten Improvisationen, brachte die Einsätze auf den Punkt. Keyboarder Tobi Reiss, Gitarrist Ole Rausch, Bassist Frieder Gottwald, Schlagzeuger Dave Mette und Keyboarder Andi Mette folgten einfühlsam und mit jeder Menge Musikalität.

Laith Al-Deen verzaubert die Fans mit viel Soul & Pop

Laith Al-Deen verzaubert die Fans mit viel Soul & Pop – Bildrechte: Andreas Weihs


Laith Al-Deen sang an diesem Abend über Zwischenmenschliches, Alltägliches und über das Loslassen, er gab sich humorvoll, sympathisch und nahbar. Und er scheute sich auch nicht, mit seinen Fans auf Tuchfühlung zu gehen. Plötzlich verließ er die Bühne und während „Im Vorbeigehen“ erklang, lief er mitten durch das Publikum. Da blieb er stehen und initiierte eine Geste der Gemeinschaft, in dem er sein Publikum aufforderte, die linke Hand auf die Schulter des Nachbarn zu legen und sich gegenseitig auf die Schultern zu klopfen. Hier zeigte sich wieder einmal die Macht eines Popstars, natürlich machten die Fans genau das, was der Sänger sich von ihnen wünschte.

Die dargebotenen Songs kreisten um das neue, das mittlerweile schon neunte Album des Sängers „Bleib unterwegs“, das es bis auf Platz eins der deutschen Albumcharts schaffte. Frische Lieder wie „Alles hat seine Zeit“, „Elektrisch“, „Alles auf Anfang“ und „Du fehlst“ wurden angereichert mit früherem Material, wie „Kleine Helden“ (2000), „Dein Lied“ (2002) und natürlich dem Lied, mit dem alles begann „Bilder von Dir“. Der Sound dieser aus unterschiedlichen Zeiten und Schaffensphasen stammenden Songs präsentierte sich dank der exzellenten Musiker als homogene Einheit, obwohl er stellenweise klarer, transparenter sein könnte. Jeder von ihnen konnte auch sein Können in Soli beweisen, besonders Gitarrist Ole und Schlagzeuger Dave, aber auch der Sänger nahm mal die Drumsticks zur Hand und schlug auf zwei große Trommeln ein, während die Bühne in tiefrotes Licht eintauchte (Feuer).

Immer wieder sangen die Fans im Schlachthof ganze Textpassagen mit, mal lauter und mal leiser, „Uh’s“ waren zu hören, Lächeln in den weiblichen Gesichtern zu sehen und cooles Mitwippen bei den Herren. Drei Zugaben erklatschten sich die Fans im Alten Schlachthof. Es war das vorletzte Konzert der aktuellen Tour.

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