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Bernhard Brink: Ein Schlagertitan redet Klartext

Im HR4-Interview nahm Bernhard Brink hinsichtlich des deutschen Schlagers im Radio kein Blatt vor den Mund.

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Bernhard Brink Bernhard Brink - Bildrechte: Daniela Jäntsch

„Traurig finde ich, dass viele öffentlich-rechtliche Sender – ich nehme mal die ganz Großen – fünf Kanäle haben und auf keinem läuft ein aktueller Schlager. Das ist für mich eine falsche Entwicklung in meinen Augen – erst recht angesichts der demografischen Entwicklung. 60 Prozent der Menschen in Deutschland sind über 50 Jahre alt. Der Erfolg von Helene Fischer kommt nicht von ungefähr. Sie ist der größte Star, den es seit dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland gegeben hat. Internationale Stars haben zur Zeit keine Chance gegen Helene Fischer. Insofern ist es traurig, dass viele Sender den modernen Schlager im Programm nicht anbieten – es täte keinem weh, diese Musik mit ins Programm einzubinden. Diese Entwicklung macht mich nach 45 Jahren ein wenig traurig.“

Schlagertitan Bernhard Brink hat die nötigen „Eier“ in der Hose: Nur wenige seiner Kollegen haben den Mut, sich öffentlich entsprechend zu äußern, auch wenn fast die ganze Szene seiner Meinung ist. Matthias Reim hat erst künstlich beklagt, im Schlager gäbe es „keine Männer mehr“. Brink ist „Manns genug“, diesen Missstand öffentlich anzuprangern. Bei einer WDR4-Schlagerparade vor ein paar Jahren hatte sich Michelle ähnlich geäußert – Frau hat halt auch Mut!

Um so erfreulicher, dass Bernhard Brink bei HR4 recht deutlich wurde, wobei man den Sender loben muss, dass er diese Meinungsäußerung zugelassen hat und sogar bei der Verlinkung explizit zitiert hat. Vielleicht schließen sich gerade etablierte Stars dem guten Vorbild Bernhard Brinks an, weil die Situation hinsichtlich deutscher Schlager im Radio beispielsweise im bevölkerungsreichen Westen Deutschlands wirklich hanebüchen ist.

Quelle: HR4 (Podcast)

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1 Kommentar zu Bernhard Brink: Ein Schlagertitan redet Klartext

  1. Zum Ersten bin ich davon überzeugt, dass B. Brink vor Zurückhaltung fast geplatzt ist, weil er nicht sagen konnte, was er wirklich meint. Denn das wäre vom HR wirklich nicht veröffentlicht worden. Zum Zweiten verstehe ich sowieso nicht, warum die deutschsprachigen Sänger nicht schon längst eine Lobby haben, mit der alle gemeinsam gegen diese öffentlich-recht. Schlager-Kanibalen angehen! Sie nehmen
    ohne Skrupel vom „Deutschen Michel“ die Rundfunkgebühr, manipulieren jede Statistik in ihre Richtung um uns weis zu machen, das nur angloamerikanische Musik gewünscht wäre. Es ist politisch gewollt und Absicht, das die deutsche Sprache und Kultur unterwandert wird und verschwindet. Dabei haben diese ÖR-Sender den gesellschaftlichen Auftrag, gerade unsere Kultur zu bewaren und zu fördern. Das wird aber absichtlich unter den Teppich gefegt.

    Wir haben gerade in den letzten Jahren so viele super gute Schlagersänger/innen und Produzenten. Sie werden nicht veröffentlicht und deswegen auch nicht bekannt. Wir DJ’s erleben das bei Privatpartys. Da werden wir nach Interpreten gefragt die vor 20 Jahren auf allen Sendern gedudelt wurden (z.B.b Flippers, W.Petry, A. Martin, Roger Whittaker usw.) die kannte jeder, und danach hoppeln diese Leute auch heute noch. Nur wer kennt jetzt noch Jörg Bausch, Kristina Bach, Semino, Süssenbach, Linda Hesse, Nik P. usw ???

    Ich denke, die Zeit zum Leisetreten müsste vorbei sein. Und die Schlagergrößen müssen sich mit ihrem Tross (Textern, Musikern u. Prod.) endlich zusammentun und ordentlich auf die Birnen der ÖR-Mafia hauen. Es geht doch um ihr Geld und um ihre Zukunft.

    In diesem Sinne, DJ Rico

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