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20 Jahre Marshall & Alexander

Konzert: Das erfolgreiche Duo Marshall & Alexander zu Gast in Coswig.

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Marshall & Alexander Marshall & Alexander. Bildrechte: Andreas Weihs

Es ist Zeit zum Feiern! Zumindest für Marshall & Alexander. Das Duo fand sich im Mai 1997 mehr oder weniger zufällig zusammen, entdeckte Gemeinsamkeiten – nicht ohne Zutun eines „Katalysators“ namens Thomas M. Stein, und ist bis heute erfolgreich. Ein gewichtiger Grund, 20 Jahre Marshall & Alexander auch auf der Bühne mit einer ausgedehnten Jubiläumstour zu begehen.

In den Abend starten Bariton Marc Marshall und Tenor Jay Alexander italienisch, ganz offensichtlich eine ihrer musikalischen Leidenschaften, nahmen sie doch bereits ein ganzes italienisch inspiriertes Album auf. Doch schnell begehen sie einen Bruch, zitieren bekannte Lieder anderer großer Interpreten, von „Mit 20 Jahren fängt das Leben an“ (mit der Melodie von Udo Jürgens „Mit 66 Jahren“), „Du kannst nicht immer 20 sein“ (nach Chris Roberts „Du kannst nicht immer 17 sein“) bis zu „20 Jahr, blondes Haar“ (nach Udo Jürgens „17 Jahr, blondes Haar“). Das Publikum reagiert überrascht und ist begeistert. Marshall & Alexander sind also nicht nur in Klassik und Pop zuhause, sondern haben auch keinerlei Berührungsängste zu deutschen Schlager-Klassikern.

Doch natürlich wollen die zwei Sänger an diesem Abend auch ihre eigene, ihre gemeinsame Geschichte zum Thema machen, den Zuhörern Lieder und Geschichten in Erinnerung bringen, die sie in den vergangenen 20 Jahren auf den Weg brachten und die sie mit ihren Fans teilten. Und los gehts mit „If You Could See Me Now“ – einem der ersten Erfolge des Duos.

Marc Marshall und Jay Alexander

Marc Marshall und Jay Alexander. Bildrechte: Andreas Weihs


Marshall & Alexander singen im Duett, abwechselnd, gemeinsam, wechseln zwischen englischer Sprache und deutsch, aber auch sehr viel italienisch. Lieder und Hits wie „La stella piu grande“, „Solo tu“, „Grande amore grande“, „Ti amo“ und das leidenschaftlich dargebotene „Mandami via“ bilden einen gewissen „roten Faden“, der sich durch das gesamte Programm zieht, das – wie die Sänger betonen – ein „reines Zugabenprogramm“ ist, enthält es doch fast nur bekannte und beliebte Melodien, die das Duo bekannt machte. Dabei schwenken sie auch gern mal in Richtung Gospel, wie sehr stimmungsvoll zu erleben ist in „Gente di mare“. Und spätestens hier muss man den genialen Pianisten René Krömer erwähnen, der es versteht, die beiden Sänger gefühlvoll zu begleiten, aber auch mal ungewohnte, laute, rockige und poppige Klänge aus dem Klavier zu locken und damit eine ganze Band ersetzt.

Das Publikum im Saal kann interessiert zuhören, aber auch mitsingen – wie bei „La stella piu grande“, schunkeln und klatschen bei „In Italy“ und staunen, als Enrico Caruso in einer Aufnahme von 1906 „Sole Mio“ intoniert, in das die beiden Sänger später einsteigen. Marc und Jay sind auch auf der Bühne immer wieder für eine Überraschung gut, bieten Abwechslung und Vielseitigkeit, auch abseits der Klassik. Und so nimmt die Jubiläums-Feier ihren Lauf mit einem Medley populärer italienischer Melodien. Das beginnt sinnlich mit „Mama Leone“ (Bino), „Soli“ (Toto Cutugno) und steigert sich zu „Azzurro“, „Funiculi, funicula“ und „Marina“. Jetzt sitzt keiner mehr im Saal, zu mitreißend ist das Geschehen, und partytauglich die Hits. Dann singen sich die Beiden selbst ein Ständchen: „Happy Birthday Baby“ (Tony Christie) und werden nicht müde, den Gästen gegenseitig die besten Eigenschaften des jeweils anderen anzupreisen. Das Finale mündet in „Hand in Hand“, einem Lied das Marc Marshall bereits 2003 schrieb und das seinerzeit auf dem gleichnamigen Album veröffentlicht wurde. Ein Appell zu Toleranz und Rücksichtnahme und dem Bekenntnis, dass man zu zweit viel mehr erreichen kann, als allein.

Nach zwei Stunden langanhaltender Applaus und Standing Ovations. Da gönnen Marshall & Alexander ihren Fans noch eine Zugabe: „Arrivederci, Coswig“ und das Versprechen „Wir kommen wieder“.

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