Skydance-Gründer David Ellison hat nach der Fusion der beiden Unternehmen im August den Vorsitz und CEO von Paramount übernommen und gestaltet das neue Konglomerat in seiner Vision schnell mit. Laut einem Bericht von VielfaltEin Teil dieser Umstrukturierung beinhaltet eine harte Linie gegenüber dem, was das Unternehmen als Antisemitismus ansieht. Quellen zufolge führt Paramount eine Do-not-hire-Liste für Talente, die als „offen antisemitisch“ gelten.

Diese Haltung kommt nicht von ungefähr, da Paramount das erste große Studio war, das öffentlich einen von Tausenden von Mitarbeitern der Film- und Fernsehindustrie unterzeichneten offenen Brief von Prominenten anprangerte, in dem sie versprachen, israelische Filminstitutionen zu boykottieren, die sie als „mitschuldig“ am „Völkermord und der Apartheid gegen das palästinensische Volk“ betrachteten.

In einer Erklärung von Melissa Zukerman, Chief Communications Officer bei Paramount, heißt es: „Einzelne kreative Künstler aufgrund ihrer Nationalität zum Schweigen zu bringen, fördert weder ein besseres Verständnis noch die Sache des Friedens … Wir brauchen mehr Engagement und Kommunikation – nicht weniger.“

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Vielfalt berichtet, dass es unklar ist, ob die Do-not-hire-Liste von Paramount die über 5.000 Unterzeichner des Briefes umfasst oder sich auf die Organisatoren des Versprechens konzentriert. Quellen zufolge umfasst die Liste „offenkundig antisemitisches“ Verhalten sowie „fremdenfeindliches“ und „homophobes“ Verhalten.

Ellisons Vater, Oracle-Gründer Larry Ellison, hat enge Beziehungen zum israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu und hat erhebliche Spenden an die Freunde der IDF geleistet. Der kürzlich ernannte Chefredakteur von CBS News, Bari Weiss, ist ebenfalls ein lautstarker Befürworter Israels, wie Mitarbeiterquellen berichten Vielfalt dass eine Entlassungsrunde im Oktober einige Reporter mit einer „antiisraelischen Einstellung“ „auffällig“ getroffen habe. Paramount-Quellen bestritten jedoch politische oder geschlechtsspezifische Beweggründe für die Kürzungen.

Andere Quellen äußerten Bedenken, dass die Inhalte des Studios nach außen hin konservativer wirken könnten, da Paramount engere Beziehungen zur Trump-Regierung pflegt.

All dies geschieht, während David Ellison auf „mehr Inhalte“ drängt, indem er Paramounts Kinoprogramm von acht Filmen pro Jahr auf 15 bis 2026, 17 bis 2027 und 18 bis 2028 erweitert.

Auch die Ellisons sind mit ihren geschäftlichen Schritten noch nicht fertig, da sie bereits über eine mögliche Übernahme von Warner Bros. Discovery nachdenken. Sollte dieser Kauf zustande kommen, hätte Paramounts angebliche „Do-not-hire“-Liste eine noch größere Reichweite in ganz Hollywood.