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Deutschsprachige Neuerscheinungen: 6. Oktober 2017

Die neuen Alben - u.a. von Michael Holm, Olaf Berger, Schürzenjäger, Nena und Fünf Sterne de Luxe sowie Nadine Fingerhut.

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Neuerscheinungen: CD, Alben CD-Neuerscheinungen: Die neuen Alben in dieser Woche.

Die Produktionen deutschsingender Künstler steigen Jahr für Jahr. Bemerkbar macht sich dieses beim Blick auf die Neuveröffentlichgungen per 6. Oktober 2017. Gut zwei Dutzend Künstler und Bands haben neue Alben am Start. Und es geht quer durch alle Musikgenres: Pop, Rock, Rap und Schlager – da ist nun wirklich für jeden was dabei. Viel Spaß beim Stöbern!

01. Michael Holm – Als die alten Zeiten jung war’n

Fast sieben Jahre nach dem letzten Album meldet sich Altmeister Michael Holm mit einem neuen Album zurück. Willy Klüter produzierte sein neues Album, von dem mit „Frauen sind noch schöner“ und „Wer die Musik nicht liebt“ bereits zwei Titel als Rundfunk-Singles vorab ausgekoppelt worden sind. Mit „Ist es nicht so wie Du willst“ legt Michael eine brandneue Single vor. Auch nach mehr als 55 Jahren Karriere ist Holm voller Ideen – beispielsweise hat er seinen Klassiker „Nur ein Kuss Maddalena“ im Medley mit „La Bamba“ neu aufgenommen. Überraschend sind auch seine neuen Versionen des Martin-Mann-Titels aus 2000 „Du bist meine Medizin“ und des Guildo-Horn-Titels „Mann im Mond“ aus dessen Erfolgsalbum „Danke!“. Abgerundet wird das Album mit einer Neuaufnahme von „So leb Dein Leben („My Way“)“. Offensichtlich enthält das Album Melodien, die dem Künstler am Herzen liegen.

02. Nena – Nena 40

Gut 35 Jahre ist es her, dass Nena ihren ersten TV-Auftritt unter dem Namen „Nena“ hatte und kurz darauf die Charts enterte – Grund genug, das 40-jährige Jubiläum zu feiern. Am kommenden Samstag ist Thomas Gottschalk Gastgeber der großen Nena-Show „Nena 40“ – passend dazu wurde eine tolle Compilation mit Nenas großen Hits erstellt, wobei man labelübergreifend und mit Original-Aufnahmen arbeitete.

03. Stefan Zauner & Petra Manuela – So weit so gut

Der ehemalige Sänger der Münchener Freiheit, Stefan Zauner, kam „wie die Jungfrau zum Kind“ zum Duett „Stefan Zauner & Petra Manuela“. Eigentlich wollte er nämlich als Solist seine Karriere fortführen, dann wurde aber der gemeinsame Song mit seiner Ehefrau „Tick Tack“ so erfolgreich, dass die beiden ihre Duo-Projekt fortführten. Nachdem beim ersten „Solo“-Album bereits bei zwei Songs Petra Manuela mitwirkte, waren es bei Album Nummer zwei schon fünf Titel. Titel wie „So wie wir leben“ und „Außer Gefahr“ kamen beim Publikum super an – so gut, dass nach fünf Jahren gemeinsamen Schaffens nun ein „Best Of“-Album herausgebracht wird, auf dem viele unveröffentlichte Versionen ihrer bekannten Titel enthalten ist. Oben drauf gibt es noch fünf gänzlich neue Lieder auf dem Album. Die „Deluxe“-Edition enthält eine Bonus-DVD und einen Bonus-Song: „Ohne Dich“ in der Akustik-Version 2016.

04. Schürzenjäger – Herzbluat

Bereits 1973 wurden die berühmten Zillertaler Schürzenjäger gegründet, die sich 1996 in „Schürzenjäger“ umbenannten und 2007 zum Leidwesen ihrer überaus zahlreichen Fans aufhörten. Den Ronny-Klassiker „Sierra Madre“ machten sie erst richtig populär und waren Wegbereiter dessen, was Andreas Gabalier heute als „Volx-Rock’n’Roll“ verkörpert. Der Sohn eines der Bandgründer, Albert Eberharter Junior, hat die Gruppe nun neu belebt, sein Vater ist noch immer Mitglied der Band. Ungewöhnliche Wege ist man mit der Aufnahmetechnik gegangen und hat als erste deutschsprachige Gruppe die neue Dolby-Atmos-Technik angewendet, so dass das Album auch als Blu Ray im „Atmos Surround Sound“ abgespielt werden kann. Inhaltlich/musikalisch ist sich die Gruppe hingegen treu geblieben.

05. Olaf Berger – Hast Du heut schon gelebt?

Wenn in der aktuellen VÖ-Woche eine Neuerscheinung der ostdeutschen „Rocklegenden“ Beachtung findet, dürfen sich auch Schlagerfreunde finden, denn Olaf Berger darf getrost als Schlagerlegende bezeichnet werden – noch in der damaligen DDR feierte er seine ersten großen Erfolge. Sein neues 2017er Album kommt modern produziert daher – auch heiße Themen lässt Olaf nicht aus – so wird die CD gleich mit „Perfekte Fantasie“ anregend eröffnet. Bemerkenswert ist auch das augenzwinkernde zweideutige Duett mit der beliebten österreichischen Sängerin Antonia – die beiden überlegen – „Was wäre, wenn wir Single wär’n“?“.

06. Alexander Rier – Träum mit mir

Nachdem in der vergangenen Woche die Kastelruther Spatzen ihr neues Album veröffentlicht haben, gibt es nun auch neue Songs von Alexander Rier, dem Sohn von Spatzen-Chef Norbert Rier, der seit einigen Jahren regelmäßig neue CDs veröffentlicht. Mit „Schön, wenn man einen Bruder hat“, hat er mit seinem jüngeren Bruder Andreas bereits einen Duett-Titel veröffentlicht, der auf seinem neuen Album ebenso enthalten ist wie die Single mit dem vielsagenden Titel „Die Waffen einer Frau“.

07. Unheilig – Best Of Vol. 2 („Pures Gold“ bzw. „Rares Gold“)

Dass Schlager- und Rocklegenden sich verabschieden und dann irgendwann wiederkommen, ist nichts Neues – die allermeisten Zurückgetretenen wollen dann doch irgendwann wieder auf die Bühne. Eine völlig neue Taktik fährt hingegen der Graf von Unheilig – seit er verkündet hat, sich zurückzuziehen, jagt eine Neu-VÖ die andere – und Konzerte gab es auch mehr als genug. Den Reigen der Neuveröffentlichungen setzt nun das Album „Pures Gold – Best Of Vol. 2“ fort, wobei die Plattenfirma davon spricht, dass es sich diesmal um ein „wirklich letztes musikalisches Lebenszeichen“ des Grafen handelt. Die 1-CD-Variante beinhaltet noch einmal Unheilig-Erfolge, Käufer der 2-CD-Version erhalten dazu noch seltener gehörte Stücke. Käufer des limitierten Box-Sets erhalten zusätzlich eine DVD mit dem gesamten „Abschieds“-Konzert Unheiligs – außerdem einen Schlüsselanhänger und eine Fahne…

08. Karat, City & Maschine – Rock Legenden 2

Die ostdeutschen Rockmusiklegenden Karat, City und „Maschine“ (von den Puhdys) haben sich erneut zusammen getan, um gemeinsam auf Tour zu gehen. Begleitend dazu wurde auch ein neues gemeinsames Album aufgenommen, das u.a. bei Carmen Nebels TV-Show vorgestellt wurde. Als Special Guest wurde Matthias Reim aufgenommen, der ein paar der Album-Tracks singt. Ebenfalls auf dem Album enthalten ist der Nena-Klassiker „Wunder geschehen“ – offensichtlich kennen die Musiker keine musikalischen und geografischen Grenzen. Klassiker wie „Alt wie ein Baum“, „Schwanenkönig“ und „Casablanca“ lassen bei den Fans Erinnerungen aufkommen. Anfang nächsten Jahres geht es auf große Deutschland-Tour, die Rocklegenden werden dabei ganz Deutschland bereisen (und nicht nur den Osten).

09. Wanda – Niente

Die Wiener Rockband Wanda benannte sich nach einer bekannten Zuhälterin. Insbesondere in ihrem Heimatland Österreich haben sie mit ihren ersten Alben große Erfolge erzielen können, auch in Deutschland reichte es mit ihrem 2015 erschienenen Album „Bussi“ für eine Top-5-Platzierung. die Band wurde mit dem Amadeus ausgezeichnet – u. a. als beste Live-Band Österreichs des Jahres. Zum dreijährigen Bestehen zieht man Bilanz und feirt sich (nach meinung vieler Fans zurecht) als Retter des Rock’n’Roll im deutschsprachigen Raum. Das Themenspektrum ist diesmal vielseitiger als sonst – auch ernste Themen wie das Ende der Kindheit und der Tod werden aufgegriffen. Wer sich für die Ltd. Deluxe-Version entscheidet, bekommt 3 Bonussongs und 2 Live Versionen vom „Gurten Festival“ auf die Ohren. Wer mag, kann das Album auch im Vinylformat erstehen.

10. Herzdame – Kapitel 1

Die Topfrau der österreichischen Band „HERZDAME“ ist Tina Kaltenecker. Gleich sechs Singles wurden bereits veröffentlicht, einige davon sogr mit sensationellem Erfolg in Österreich – der Titel „Dunkle Seite“ schaffte es bis in die Top-3. Der Hit „Nimm Deine Liebe und geh“ wurde für das Album neu produziert, auch die aktuelle Single „Spieluhr“ ist zu finden. Mit „Fehlerfrei“ gibt es auch eine brandneue Single der mehr als extravaganten Sängerin.

11. Manfred Maurenbrecher – Flüchtig

Bereits seit Anfang der 1980er Jahre ist der promovierte Germanist Manfred Maurenbrecher als Liedermacher unterwegs. Mit „Unterwegs“ veröffentlicht der Musiker nun ein „Album über das Unterwegssein“. Dabei begibt er sich teilweise in die Vergangenheit, teilweise aber auch in die Jetzt-Zeit. Die Lieder sind alles andere als „Aloha und Hawaii“-Songs – wie der Titel schon sagt, geht es u. a. auch um Flucht aus Gebieten, die nicht mehr sicher sind, wobei „flüchtig“ auch für „flüchtige Begegnungen“ steht, die Maurenbrecher bei seinen Reisen machte. Nachdem er für seine beiden letzten Alben „no go“ und „rotes Tuch“ jeweils den deutschen Schallplattenpreis erhalten hat, geht er auf Nummer Sicher und nahm auch „Flüchtig“ mit den gleichen Musikern und dem gleichen Produzenten (Andreas Albrecht) auf wie die Vorgängeralben, was sicher ein gutes Omen ist…

12. Alex Mofa Gang – Perspektiven

Die Punkband „Alex Mofa Gang“ (übrigens fährt nur ein Bandmitglied wirklich Mofa) wurde 2012 in Berlin gegründet. 2016 erschien das Debütalbum „Die Reise zum Mittelmaß der Erde“. Mit „Perspektiven“ wird nun das zweite Album, das im Dailyhero Recording Studio Berlin aufgenommen wurde, bei dem auch Jennifer Rostock ihre Aufnahmen macht, veröffentlicht. Erzählt werden lustige, aber auch alltägliche und nachdenkliche Geschichten. Mit „Mehr! Mehr! Mehr!“ wurde vorab ein Gute-Laune-Song als Single ausgewählt.

13. Fräulein Brecheisen – Supergrattler

Hinter „Fräulein Brecheisen“ verbirgt sich ein männliches Duo, das im Stile der guten alen Neuen Deutschen Welle Musik macht. Die Augsburger Harald Brecheisen und David Jahnke haben sich originelle Texte wie „Geh ma in the disco“ ausgedacht und legen nun ihre Debüt-CD vor. Laut Konzertberichten tritt der Sänger gerne in Frauenkleidung auf – das dürfte den Bandnamen erklären…

14. Fünf Sterne de Luxe – Flash

Schon 20 Jahre ist es her, dass „Das Bo“ und „Tobi Tobsen“ das HipHop-Projekt „Fünf Sterne deluxe“ gründeten. Im Jahr 1998 erschien mit Sillium ein sehr erfolgreiches Album, das auch zwei echte Hits enthielt („Willst Du mit mir gehen?“ und „Dein Herz schlägt schneller“). 2000 erschien das zweite Album der Gruppe („Neo.Now“) – seitdem gab es keine neue Veröffentlichung des Projekts mehr. Nun meldet man sich mit dem Album „Flash“ zurück. Mit „Moin Bumm Tschack“ haben sie bereits eine Vorab-Single veröffentlicht, die zeigt, dass es so etwas wie „alte Schule“ inzwischen sogar schon im Rap-Bereich gibt. Nach 17 Jahren lassen die Hamburger Rapper es noch einmal krachen und gehen auf 13-Städte-Tour. Ihr Album ist auch als „Fanbox“ erhältlich – man geht eben mit der Zeit.

15. Cashmo – Hoez und Broz

Der Aachener Rapper Cashmo ist in diesem Jahr besonders fleißig. Nachdem er im April mit „1994“ die Top-100 nur knapp verfehlt hat, versucht er es nun mit „Hoez und Broz“. Laut Pressetext wird Cashmo mit „Deutscher Nate Dogg“ bezeichnet – was immer das heißen mag. Jedenfalls steht er offensichtlich für „G-Funk“.

16. Montez – So macht die Sonne das auch

Mit „So macht die Sonne das auch“ veröffentlicht der Rapper Montez bereits sein drittes Solo-Studio-Album. Sein Debütalbum „Karneval“ war der Gewinn eines Nachwuchswettbewerbs des Portals hiphop.de. Nach zwischenzeitlichen Schreibblockaden ist der Halbspanier nun wieder auf dem Damm und bereit, seinen Musikstil durchzuziehen – diesmal mit mehr Leichtigkeit und nicht so düster wie auf dem letzten Album. – Laut Eigeneinschätzung macht er keine Musik, die albern oder lustig ist – die Musik spielt vielmehr sein Leben wider.

17. Reece, Akkord & Deoz M.I.K.I. – Saufkoppkommando 2

Nachdem das Dortmunder Label „Kopfnussmusik“ im vergangenen Jahr mit „Kurvenmukke“ die Top-10 der Charts erobern konnte, wurde nun ein „anspruchsvoller“ Sampler mit dem Alkohol zusprechenden Liedern produziert. Dazu haben sich die Protagonisten M.I.K.I., Reece, Akkord und Deoz zusammen getan. Lieder wie „Schnapsleichensound“, „Bier“, „Frau Jägermeister“ und „Vollblut-Asi“ werden die Zielgruppe vermutlich erfreuen…

18. Mortel – Racaille

Laut Insiderberichten steht der deutsch-kongolesische Rapper Mortel für eine Musik, die mit dem US- und French-Rap vergleichbar ist. Schon öfter hat sich Mortel darüber beschwert, rassistisch angegangen worden zu sein – u. a. sogar von der Polizei. Ob er deshalb sein Album „Racaille“ (übersetzt: „Pack“) genannt hat? Nachdem es bislang mit Mortels „Masche“ richtig geklappt hat, darf man gespannt sein, ob „Racaille“ die Charts erobern wird. Hilfreich ist sicher, dass es die obligatorische „Limited Box“ gibt.

19. Nadine Fingerhut – Karussell

Schon seit einiger Zeite begeistert die Liedermacherin Nadine Fingerhut mit origniellen Liedern und Chansons. Angefangen hat ihre Karriere 2010, als sie im Frankfurter „Batschkapp“ den Prouzenten Tom Rippahn kennenlernte und noch im gleichen Jahr ihre erste EP „Das Blaue vom Himmel“ aufnahm. Die laut Eigeneinschätzung „Rebellin auf leisen Sohlen“ spielte im Anschluss Konzerte, u. a. auch als Support von Wolf Maahn und Nevio. Ihr erstes Album „Hallo Leben“ veröffentlichte die charmante Korbacherin im November 2015. Mit „Karussell“ folgt nun Album Nummer zwei – und es setzt sich ab vom sonstigen Popmusik-Einerlei. Nadine scheut sich vor keinem Thema – sei es eine Mutmacher-Hymne, sei es ein Lied zur Völkerverständigung, der Blick zurück auf die Jugend oder natürlich die Liebe. Die Vorab-Singles „So viel mehr“ und „Magneten“ erreichten bereits viel Aufmerksamkeit – man kann Frau Fingerhut nur wünschen, dass sie sich durchsetzt. Das Album wird am 6. Oktober in Nadines Heimatstadt Korbach im Rahmen einer CD-Release-Party vorgestellt, anschließend geht es auf kleine Konzert-Tournee.

20. Stufe 3 – Die innere Melodie

Im Jahr 2014 gründete sich in Rodenkirchen das Trio Stufe 3 aus der sechsköpfigen Band „Preachers Finest“ – zunächst als Coverband. Anfang 2016 begann man, auch eigene Songs zu schreiben und produzierte im Oktober 2016 ein Debütalbum „Du tanzt“ mit 13 Songs. Mit „Die innere Melodie“ legen Marcel Faßbender (Gesang und Gitarre), Gertrud Faßbender (Bass, Gitarre und Gesang) und Stephan Tournee (Schlagzeug, Cajon und Gesang) nach. Der Musikstil der Gruppe ist laut Eigenaussage Pop und Rock – melancholisch bis tanzbar.

21. Lyvten – Bausatzkummer

Die 2013 gegründete Züricher Band Lyvten hat sich dem Postpunk bzw. Indiepunk verschrieben. Insofern haben sie sich Themen wie Politik und Digitalisierung angenommen. Auf seinem neuen Album hat das Quartett um Sänger Thorsten 11 neue Songs veröffentlicht.

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