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Panische Zeiten! Udo Lindenberg rockt den Osten

Dokumentation im MDR: 25 Jahre Einheit 1990

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Udo Lindenberg Bildrechte: MDR

Im Rahmen ihrer „25 Jahre Einheit ’90“-Reihe sendet das MDR Fernsehen am Sonntag, den 11. Januar 2015, ab 20.15 Uhr die Dokumentation Panische Zeiten! Udo Lindenberg rockt den Osten. Der Film wurde von Falko Korth in Szene gesetzt.

Keine zwei Monate nach dem Mauerfall startet am 6. Januar 1990 in Suhl die erste DDR-Tournee von Udo Lindenberg. Als der Rocksänger sein Thüringer Publikum mit „Hallo Suhl!“ begrüßt, kennt der Jubel in der „Stadthalle der Freundschaft“ keine Grenzen mehr. 3.000 Fans sind gekommen, um den Panik-Rocker leibhaftig zu erleben. Vielen stehen vor Freude die Tränen in den Augen. Sie haben Jahre auf diesen einen Moment gewartet. Sie erleben diese Konzerte als einen Rausch – einen wahrgewordenen Traum.

Egal ob Suhl, Leipzig, Erfurt, Rostock, Schwerin oder Magdeburg, überall das gleiche Bild: Wenn Lindenberg – zusammen mit der DDR-Rocksängerin Ina Morgenweck – „Mädchen aus Ostberlin“ singt und der ganze Saal einstimmt, versagt manchen vor Rührung die Stimme. Der Sänger und seine Fans, vereint in einem Meer von Wunderkerzen und Feuerzeugen. Es sind Gänsehautmomente, die für alle, die dabei waren, einzigartig sind – bis heute.

„Ich war irgendwie da und ich guckte denen in die Augen und es waren nasse Augen, Tränen, die haben geweint“, erinnert sich Udo Lindenberg. „Mich hat das sehr, sehr berührt. Die ganze Tour, diese eine Woche, war ein rauschendes Fest, wahrscheinlich die schönste Party meines Lebens.“

Mit seinen Songs half Lindenberg einer ganzen DDR-Generation durch die Pubertät. Das Lied „Mädchen aus Ost-Berlin“ konnte man als private Geschichte und als politische Botschaft verstehen. Seine Songs erzählten von der Sehnsucht nach Freiheit und Individualität und boten vielen Menschen in der DDR Lebenshilfe, Orientierung und Identifikation. Man konnte mit seinen Liedern der Enge der DDR entfliehen und zugleich einen aufrechten Gang erlernen.

25 Jahre nach seinem legendären Auftritt in Suhl macht sich Udo Lindenberg für diesen Film nun noch einmal auf den Weg in die thüringische Kleinstadt. Er will zwei Fans treffen, die er damals kennenlernte: „Ich will die Jungs nochmal wiedersehen, die Experten, die Panikexperten von damals.“

Lindenbergs Erscheinen in Suhl löst einigen Wirbel aus. Passanten glauben zunächst an ein Udo-Double. Doch schnell ist klar, hier steht der Panik-Rocker persönlich. Schnell kommt Udo mit Passanten und Konzertbesuchern von damals ins Gespräch. Viele erinnern sich an ihn. Er ist ein Star zum Anfassen. Ein Selfie hier, ein Küsschen dort. Der Rocker ist sichtlich gerührt.

Der Film „Panische Zeiten! Udo Lindenberg rockt den Osten“ spannt einen Bogen von der ersten DDR-Tournee 1990, zeigt Ausschnitte aus dem Stadionkonzert 2014 in Leipzig und begleitet Lindenbergs Auftritt am „Brandenburger Tor“ am 9.11.2014. Schließlich trifft Udo in Berlin erstmals nach 25 Jahren wieder seine damalige Duettpartnerin Ina Morgenweck. Es sind besondere, fast private Momente, in denen deutlich wird, dass es zwischen dem Künstler und dem Menschen Udo Lindenberg keinen Unterschied gibt.

Konzertbesucher, Musiker, Fans kommen in der unterhaltsamen Dokumentation zu Wort. Auch musikalische Weggefährten wie Clueso, Silbermond, Sebastian Krumbiegel und Anna Loos sprechen über die Zusammenarbeit mit Lindenberg. Sie alle zeichnen voller Begeisterung und Respekt das vielschichtige Bild des Menschen und Künstlers Udo Lindenberg.

Quelle: Offizieller Pressetext / MDR 2015

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